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Pressemitteilung vom 01. Dezember 2009

IMARE beteiligt sich an Ausstellung "Einfach wissenswert - Forschung/Transfer/Anwendung" vom 2.12.2009 bis 3.2.2010 im Haus der Wissenschaft in Bremen

Auf der Eröffnungsveranstaltung am 2.12.2009 hielt Prof. Dr. Oliver Zielinski, Institutsleiter des IMARE, einen Vortrag zum Thema "Marine Technologien und Ressourcen im Transferprozess". Im Rahmen der weiteren Begleitveranstaltungen trug am 8.12.2009 Dr. Adrian A. Bischoff, stellvertretender Leiter der Abteilung Marine Aquakultur am IMARE, zum Thema "Aus dem Meer frisch auf den Tisch" in Vertretung für Prof. Dr. Bela H. Buck vor. Am 10.12.2009 unterstützte Dr. Christian Hamm, Leiter der Abteilung Marine Strukturen und Nanomaterialien am IMARE, die Veranstaltungsreihe mit einem Vortrag aus dem Bereich Bionik mit dem Titel "Patente aus dem Meer". 

Auf der Ausstellung selbst ist das IMARE mit drei Exponaten vertreten. Zum einen aus der Abteilung Marine Physik und Sensorik. Dort werden technischen Möglichkeiten dargestellt, mit Videotechnik und Bildverarbeitung aufsteigende Gas- und Ölblasen zu detektieren und zu vermessen. Sowohl die Gas- (z. B. das Treibhausgas Methan), wie auch die Öldetektion (z. B. aus Leckagen an Pipelines oder der Austritt aus natürlichen Vorkommen) hat eine hohe umweltpolitische Bedeutung. Am Meeresgrund kommen beide Phänomene neben einer anthropogenen Verursachung auch natürlich vor. Zur Einschätzung des Ausmaßes ist eine Quantifizierung von großer Bedeutung. Die eingesetzten Methoden leisten einen Beitrag diese Problematik zu vermessen und genauer einzuschätzen. Das ausgestellte Exponat umfasst ein Blasensäule, in der exemplarisch aufsteigende Gasblasen gezeigt werden. Parallel wird auf einem Präsentationsmonitor eine Videosequenz gezeigt, die eine Kameraaufnahme zeigt und parallel ein aufgearbeitetes Bild für die Bilderkennung. Nähere Informationen erhalten Sie bei Prof. Dr. Oliver Zielinski am IMARE.

Die Abteilung Strukturen und Nanomaterial beteiligt sich an der Ausstellung mit einem Exponat mit einer hochpermeablen Leichtbaukonstruktion als Exoskelett/Stützverband mit hohem mechanischen Halt, also einer innovativen orthopädischen Formstütze. Diese Konstruktion bietet viele medizinische Vorteile, wie z. B. durch eine erhöhte Atmungsaktivität und einen erhöhten Tragekomfort durch reduziertes Gewicht (ca. 60 g) und zeichet sich durch die Kombinierbarkeit mit unterschiedlichen Materialien und Farben für diverse Anwendungsgebiete aus. Zudem ist eine Warm-/Heißumformung möglich ebenso wie eine schnelle Abkühlung. Durch die Möglichkeit der Kombinierbarkeit mit Kompressionsmaterial (elastische Binde) kann sowohl eine semifunktionelle Immobilisierung als auch die Verhinderung von Ödemen erreicht werden. Es ist aber auch ein Einsatz zur vollständigen Immobilisierung entsprechend einem Gipsverband möglich. Nähere Informationen erhalten Sie bei Dr. Christian Hamm am IMARE. 

Aus der Abteilung Marine Aquakultur und nachhaltige Fischerei wird eine "Teich-in-Teich-Anlage" ausgestellt. Dabei handelt es sich um eine schwimmende Kreislaufanlage für die Aquakultur im Modellmaßstab. Das Modell ist aus verschiedenen Einzelteilen aufgebaut, zu denen u. a. die Kulturbecken in der Peripherie der Anlage zählen. Weiterhin sind Bioreaktoren für den mikrobiologischen Umbau der gelösten Nährstoffausscheidungen der Fische und die Sedimentationskammer, in welcher die Feststoffe (ungefressenes Futter, Fischfäkalien und mikrobiologische Biomasse )gesammelt werden und für eine weitere Verwendung entnommen werden können, zu sehen. Die Gesamtanlage ist als schwimmende Einheit konzipiert und kann somit direkt im Wasser betrieben werden.Nähere Informationen erhalten Sie bei Dr. Adrian Bischoff am IMARE.

Weitere Informationen zur Ausstellung im Haus der Wissenschaft in Bremen erhalten Sie unter www.hausderwissenschaft.de oder über die beigefügten Links [Flyer Einfach Wissenswert] und [Flyer ELiSE].


 
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