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Alternative Futtermittel

Durch die stetig wachsende Erdbevölkerung und deren Nahrungsbedarf wird der Druck auf die globalen Fischbestände immer größer. Die Tatsache, dass trotz weiteren Fortschritts und weiter steigender Nachfrage nach Fisch keine Steigerung des Ertrages mehr möglich gewesen ist zeigt, dass die Grenzen der natürlichen Fischproduktion (durch Fortpflanzung) erreicht sind. Zusammenfassend kann man die Situation der Weltfischerei so beschreiben, dass die zukünftige Versorgung der Weltbevölkerung mit ausreichend Fisch nicht gesichert ist, wenn die natürlichen Reserven durch Überfischung vernichtet sind.

Mit Hilfe der Aquakultur, also die Zucht von aquatischen Organismen, soll die zukünftige Fischversorgung gesichert und gleichzeitig die natürlichen Ressourcen geschont werden. Jedoch kann auch hier nicht vollständig auf die Fischerei im traditionellen Sinne verzichtet werden, denn auch die Aquakultur ist auf Fischereiprodukte als Nahrungsquelle (Futter) für die gezüchteten Organismen angewiesen. Forelle, Wolfsbarsch und andere karnivore Fischarten werden dort mit Fischmehl gefüttert, einer immer knapper und damit teurer werdenden Ressource. Daher ist es unabdingbar für die weitere Entwicklung der Aquakultur, dass man alternative Futtermittel entwickelt um die zukünftige Versorgung der Menschen mit Fisch zu gewährleisten und den natürlichen Beständen die Chance gibt sich wieder zu erholen.

Um dieses Ziel zu erreichen wird zunächst ein geeigneter Organismus gesucht der von seinen Inhaltsstoffen den klassischen Futtermitteln gleicht oder zumindest nahe kommt, um ein Neues aus diesen zu entwickeln.

Die getesteten Probanden sind Organismen, die in der Nordsee in großen Zahlen beheimatet sind und hauptsächlich im Ökosystem Wattenmeer leben. Mit einer Fettsäure-, C/N – und Kalorimeteranalysen werden die Probanden auf ihre Inhaltsstoffe und chemischen Zusammensetzungen getestet und mit einer Vergleichsprobe eines traditionellen Futtermittels verglichen. Um den Organismus zu bestimmen welcher sich am besten zur Weiterverarbeitung zum alternativen Futtermittel eignet, werden auch die wirtschaftlichen und die biologischen Aspekte untereinander verglichen, wie z.B. die Reproduzierbarkeit des Organismus oder deren Hälterung und Verarbeitung zum Futtermittel. Folgende Organismen wurden für dieses Projekt untersucht: Mytilus edulis (Miesmuschel), Caprella mutica (Gespensterkrebs),  Littorina littorea (gemeine Strandschnecke), Nereis diversicolor (schillernder Seeringelwurm), Carcinus maenas (Strandkrabbe), Corophium volutator (Schlickkrebs),  Crassostrea gigas (pazifische Auster), Arenicola marina (Wattwurm).


 

 
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