Technologietransfer in der Abteilung Marine Aquakultur für Nachhaltige Fischerei
Auf die moderne Aquakultur kommt zum einen durch die stagnierenten Erträge der Fangfischerei, sowie durch die manigfaltige Nutzung der küstennahen Gewässer und der damit verbundenen Schadstoffbelastung eine große Bedeutung für die Gewinnung schadstoffarmer aquatischer Produkte für die Nahrungsmittelversorgung zu. Als mögliche Produktionsformen zur Lösung dieses Problems werden die Aquakultur in landbasierten geschlossenen Kreislaufsystemen und die Aquakultur in küstenfernen Bereichen der Meere gesehen. Für eine nachhaltige, umweltverträgliche Aquakultur, die zudem wirtschaftlich rentabel ist, besteht jedoch noch weiterer Forschungsbedarf, der in der Sektion "Marine Aquakultur" in den Kernbereichen Kreislauftechnologie und Freiwasser-Technologie angegangen wird.
Dienstleistungen in der Sektion "Marine Aquakultur für nachhaltige Fischerei"
Biochemische Analysen
Das Sortiment der einsetzbaren biochemischen Analysen ist sehr umfangreich, weshalb hier nur die gebräuchlichsten Methoden gelistet werden; die Liste aller durchführbarer Analysen kann auf Anfrage mitgeteilt werden.
Die hier genannten Methoden dienen der Erstellung von Nährstoffbilanzen sowie der qualitativen Einschätzung der Futtermittel, der kultivierten Arten und der Ausscheidungsprodukte, die während der Kultur entstanden sind.
Zu den gängigsten Analyseverfahren zählen:
- Nass- / TrockengewichtOrganischer
- Kohlenstoffgehalt
- Gesamter Stickstoff- / Kohlenstoff- / Phosphatgehalt
- Fettsäuren
- Gelöste Stickstoff- / Phosphatverbindungen
Nährstoffbilanzen
Durch die Erstellung von Nährstoffbilanzen eines geschlossenen Kreislaufsystems lassen sich neben dem tatsächlichen Nährstoffeinbau durch die kultivierten Tiere auch die veratmeten / verstoffwechselten Nährstoffe an Hand der gelösten und festen Nährstoffe, die von den Tieren ausgeschieden wurden, darstellen.
Darüber hinaus ist eine Nährstoffbilanz eines Kreislaufsystems dazu geeignet, die einzelnen Schritte der Wasseraufbereitung bezüglich ihrer Funktion und Effektivität bewerten zu können.
Zur Ermittlung einer Nährstoffbilanz werden die Eingangsstoffe (z.B. Futter) und die Ausgangsstoffe (z.B. Fisch, Kreislaufwasser, gesammelte Feststoffabfälle) auf ihre biochemische Zusammensetzung hin analysiert und in Einzel- bzw. Gesamtbilanzen zusammengefasst. Machbarkeitsstudien Aufgrund der weiten Kompetenzen kann ein umfangreiches Spektrum an Machbarkeitsstudien über die Möglichkeiten von Aquakulturen unter gegebenen Standortbedingungen erarbeitet werden. Nähere Informationen erteilen wir gerne Anfrage unter info@imare.de.
Consulting
Kreislauftechnologie: Gerne setzen wir unsere Kompetenzen und Erfahrungen ein, um bereits laufende bzw. in Vorbereitung befindliche Unternehmungen sowohl in der Anlaufphase, als auch während einer längeren Projektphase zu begutachten, zu beraten und gegebenenfalls zu optimieren. Dieses schließt unter anderem die Standortwahl, die zu kultivierende Art bzw. das Artenspektrum sowie das Anlagen-Design und die Anlagen-Technik mit ein.
Freiwasserkultur: Im Freiwasserbereich können wir Ihnen außerdem die Anlage planen (inkl. Verankerung), den Standort hinsichtlich der Parameter Carrying Capacity und Site-Selection-Criteria untersuchen und bei der Wahl der Kandidaten helfen. Die rechtlichen Rahmenbedingungen (Gesetzeslage, Beantragung, usw.) sind hier eingeschlossen.
Seminare
Wir bieten auf Anfrage gerne Seminare über die regionale, nationale und internationale Bedeutung der Aquakultur sowie zu den Kernbereichen Kreislauftechnologie, Offshore-Technologie und nachhaltige Fischerei an.
Aktuelle Technologietransfer-Projekte
MariCheck
Zentrum für Aquakulturforschung (ZAF). Der Fokus dieser Einrichtung liegt auf der Bearbeitung technischer wie biologische Fragestellungen zu rezirkulären Aquakulturanlagen (RAS). Die Anlage wird nach Fertigstellung im Februar 2011 an das IMARE übergeben.
MultiMaT
Aufgrund des großen ökonomischen und technischen Potenzials verspricht die Offshore Windenergie ein wichtiger Zukunftsmarkt zu werden (Henderson et al., 2003). Bedingt durch die Tatsache, dass Wartungs-, Instandhaltungs- und Reparaturarbeiten zeit- und vor allem kostenintensive Vorgänge darstellen, besteht die Notwendigkeit einer zuverlässigen strukturellen Bauwerksüberwachung (Structural Health Monitoring). Mit Hilfe adäquater Sensortechnik kann eine ereignis- und statusorientierte Überwachung bewerkstelligt werden. Resultate wären eine
- Reduktion der Wartungs- und Instandhaltungskosten
- Reduktion der Ausfallzeit durch Weiterentwicklungen bei der Funktionalität und Haltbarkeit von Offshore Windkraftanlagen.
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