Allgemeine Leistungen
Der Bremer Senat für Bildung und Wissenschaft (SBW) und der Bremerhavener Magistrat haben sich für die Jahre 2007 und 2008 zunächst 900.000 Euro für die Anschubfinanzierung zur Gründung eines neuen "Instituts für Marine Ressourcen" (IMARE) zur Verfügung gestellt. Die anwendungsorientierte maritime Grundlagenforschung in Bremen und Bremerhaven soll kontinuierlich in die Entwicklung neuer Produkte und Verfahren einfließen und so die Meereswissenschaften für Marktinnovationen erschließen. Das IMARE dient als ein Katalysator, um wissenschaftlich fundiertes Know-how, insbesondere im Kompetenznetzwerk „marine Technologien“, für die Wirtschaft bekannt und sofort einsetzbar zu machen. IMARE ist als Institut „in“ der Hochschule Bremerhaven unter der Projektleitung von Herrn Prof. Dr. Oliver Zielinski und von Herrn Prof. Dr. Dr. h. c. Josef Stockemer gegründet worden. Zwischen AWI und der Hochschule Bremerhaven wurde für die Projektlaufzeit ein Kooperationsvertrag geschlossen, der die Zusammenarbeit zwischen beiden Partnern hinsichtlich IMARE regelt.
In den ersten sechs Monaten wurden organisatorische und inhaltliche Fragestellungen gemäß dem vom Senat vorgegebenen Meilensteinkatalog durch das IMARE-Team erfolgreich bearbeitet und Projektmittel in Kooperation mit Unternehmen akquiriert. Nähere Informationen können neben den Inhalten dieser Homepage auch direkt bei der Leitungsebene des IMARE eingeholt werden, die den Kontakt zu den jeweiligen Experten vermitteln.
Als zukünftige Aktionsfelder des IMARE haben sich fünf Themenfelder herauskristallisiert, in denen AWI und Hochschule Bremerhaven nachweislich forschungsintensive Projekterfahrung haben:
- Marine Physik und Sensorik mit der Entwicklung von Sensoren und Sensorsystemen für Messplattformen zu Wasser und in der Luft (Prof. Dr. Oliver Zielinski et al.);
- Marikultur für nachhaltige Fischerei mit der Erschließung neuer Proteinressourcen durch umweltfreundliche und nachhaltige Aquakultur (Prof. Dr. Bela H. Buck et al.);
- Biodiagnostik mit der Entwicklung neuer biologischer Sensorsysteme zur Risikoabschätzung von Umweltschäden und Verfahrensansätze für die marine Biotechnologie und Lebensmittelherstellung (Prof. Dr. Angela Köhler et al.);
- Marine Strukturen mit der Nutzung von Mikro- und Nanostrukturen für neue Leichtbauprodukte und Verbundwerkstoffe in der Automobilindustrie und Luft- und Raumfahrt sowie Sicherheitstechnik (Dr. Christian Hamm et al.);
- Blaue Bioindustrie mit der Identifizierung und Nutzung von Naturprodukten und biologischen Prozessen mit neuen biotechnologischen Verfahren für die Biotechnologie, Anti-Biofouling und Korrosionsschutzkonzepten (Dr. Christof Baum et al.).


